Naturerfahrungen durch Naturkontakte / Belege

Naturerfahrungen/Umweltkompetenzen können leicht durch Naturkontakte erworben werden. Gleichfalls fördern Naturkontakte die Gesundheit von Geist und Körper. Die vorteilhaften Wirkungen auf den physischen und psychischen Zustand treten direkt beim Aufenthalt in der Natur ein. Negative Empfindungen (Angst, Wut, Anspannung usw.) weichen oftmals unmittelbar positiven Gefühlen (Mut, Freude, Entspannung usw.). Ebenso werden die Energiereserven wieder aufgefüllt. Die gesundheitlichen Vorzüge von kontinuierlichen Naturkontakten gehen mit der Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit einher. Für uns steht jedoch der Wissenserwerb bei Naturkontakten im Vordergrund. Wir nutzen besonders praktische Schulungsaktionen in der Natur und bieten vielfältige Möglichkeiten für Naturkontakte, um Wissen zu vermitteln.

Mit Hilfe von Begehungen, Beobachtungen, Messungen, Kartierungen, Analysen und Dokumentationen schulen wir Kenntnisse und Fähigkeiten für die Umweltarbeit bzw. Nachhaltigkeit. Für Umweltprojekte bzw. bei der Vermittlung von Umweltwissen bilden Naturkontakte die entscheidende Grundlage. Sie forcieren das Wissen, das zum Schutz der Umwelt bzw. zur Sicherung der nachhaltigen Entwicklung erforderlich ist. Mit ihren greifbaren Bildungsgrundlagen ermöglicht die Natur sogar selbständiges, entdeckendes Lernen. Auch bei eigenen Beobachtungen/Studien können wertvolle Kenntnisse und Fähigkeiten erworben werden. Die Bildungsangebote in der Natur müssen erweitert werden, denn nur mit umfassenden Naturerfahrungen/Umweltkompetenzen gelingt die effektive Überwachung und Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Im Register Musterbelege (siehe unten) haben wir zahlreiche Beispiele für den Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten zusammengestellt. Die Belege können einfach als Vorlage für eigene Umweltaktionen zur Verbesserung der Umweltkompetenzen sowie für den Schutz von Natur und Umwelt verwendet werden. Probieren Sie es aus! Auch Fotos oder Grafiken sind bei vielen Aktionen hilfreich (siehe unten / Register »Natur- und Landschaftsfotos« sowie »Künstlerische Darstellungen«), der Gebrauch verbessert effektiv die Wahrnehmbarkeit.

Menschen, die über ausreichende Naturerfahrungen verfügen, können den Zustand der Natur sicher beurteilen sowie diesen mit Hilfe von regelmäßigen Umweltuntersuchungen/Umweltberichten kontrollieren, dokumentieren und an Behörden/Umweltämter weitergeben. Damit ist ein schnelles Erkennen und Lösen von Umweltproblemen möglich.

Wiederkehrende Umweltuntersuchungen trainieren dauerhaft die Fähigkeiten und erweitern/aktualisieren kontinuierlich das Wissen. Aktuelle Erkenntnisse sind eine Voraussetzung für effektive Naturschutzmaßnahmen. Angaben zur Gefährdungssituation, zum Vorkommen und zur Verbreitung der Arten bilden die Grundlage für weitreichende Entscheidungen.

Nutzen Sie Ihre Ortskenntnisse zur Erfassung von Tieren und Pflanzen. Daraus ergeben sich u. U. schützenswerte Lebensräume. Als Teil der Natur ist der Mensch auf intakte Ökosysteme angewiesen. Besonders durch langfristige phänologische Beobachtungen sind entscheidende Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Tieren und ihren Lebensräumen möglich. Sollten sich Umweltprobleme bemerkbar machen, so können die Ursachen ggf. mit Hilfe spezieller Wasser-, Luft- und Bodenuntersuchungen aufgeklärt werden.

Diverse Belegmuster haben sich beispielsweise schon für fortlaufende Untersuchungsprotokolle bewährt. Verwenden Sie unsere Belege als Vorlage und erforschen Sie den Stand Ihrer Umwelt vor Ort! So können Ihre Naturerfahrungen/Kompetenzen forciert und Umweltprobleme frühzeitig erkannt werden. Wenn Sie keine eigenen Dateien aufbauen möchten, dann nutzen Sie einfach unsere elektronischen Formulare (siehe Register »Formulare«). Diese haben bereits ein ideales Layout und ermöglichen damit eine schnelle und effektive Datenerfassung bzw. Berichterstattung.

Hinweis: Für die Anzeige der PDF-Dateien ist mindestens der aktuelle 'Acrobat Reader' erforderlich! Ihre aktuelle Version können Sie unter der Internetadresse 'https://get.adobe.com/de/reader/otherversions/' (siehe Link) kostenlos herunterladen.

Musterbelege

Belege*/ Muster für Umweltmeldungen, Protokolle …

Umweltcheck am Urbach / Prüfbericht
2018/Q4 | Q1 | Q2 | Q3
Umweltcheck am Urbach / Prüfbericht
2017/05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12
Umweltcheck am Urbach / Prüfbericht
2017/04 | 03 | 02 | 01
Umweltanalyse/Umweltmeldung
2016/12 | 11 | 10 | 09 | 08 | 07 | 06 | 05
Umweltanalyse/Umweltmeldung
2016/04 | 03 | 02 | 01
Umweltanalyse/Umweltmeldung
2015/12 |11 | 10 | 09 | 08 | 07 | 06 | 05
     
Artenerfassung 10/17, MTB-VQ: 5032|23;
2/17 | 3/17 | 4/17 | 5/17 | 7/17 | 1/17
Codierung der Tier-Artengruppen Teil 1 Tierarten-Codierung Teil 2
     
Analyse von Brunnenwasser aus Urbich Analyse des Wassers aus dem Urbach BSB - Urbachwasseruntersuchung
Urbich - Erdbodenanalyse Bocksbartanalyse/Blütenreaktionen Biologische Gewässeruntersuchung
Biologische Wassergüte / UWS Arbeitsblatt W2 Arbeitsmittel zur Wasseruntersuchung Hochwasser/Ereignisdokumentation
     
Kranichfeld/Hohenfelden-Exkursion Hainichexkursion/Frühlingsphänomene Exkursion zum Imker
Wildkatzenerlebnis im Hainich Umweltarbeit/Umwelttag Naturerfahrungsräume (NER) für die Umweltbildung/BNE
Blütenflächen - Projekt für Insekten Umweltprobleme/Kontroversen Aufruf zur Nachhaltigkeit
Exkurs in die Vergangenheit Blaumeise beim Nestbau / Beginn des Brütens / Brüten ist anstrengend! / Nachwuchs - Fütterungen 2019 Plakat / Arbeitseinsatz vor Ort
BNE-Aktei 2020 / Umweltmeldungen aus Erfurt: Phänologische Beobachtungen; Umweltbeeinträchtigungen; Erfassung von Tier- und Pflanzenarten; Abbildungsregister mit Pflanzen- und Tierfotos . . .    
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* Einzelne Verweise/Links (Vorschaubilder; blaue Texte/Symbole) in den realen Berichten funktionieren leider nicht mehr korrekt. Betreffende Domains (unsere Ablage für mehr als 3000 Dateien - Fotos, Videos, Berichte und Dokumente die wir erstellt haben) stehen uns seit 2019 nicht mehr zur Verfügung. Unter Umständen können Sie auf externe Seiten gelangen, wenn Sie in den Musterbelegen entsprechende Links nutzen.

Formulare

Formblätter für Meldungen und Aufzeichnungen

Bezeichnung bzw.
Thema des Formulars
Ausfüllhinweise
Speichern Sie die elektronischen Formulare auf Ihrer Festplatte, bevor Sie Daten eintragen!
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Umweltmeldung / Anzeige einer Umweltbeeinträchtigung Empfänger der Meldung sind beispielsweise Umweltmeldestellen des Landes, Umweltämter, Naturschutzbehörden oder ggf. Polizeidienststellen bzw. Staatsanwaltschaften.
In das Feld kann z. B. die entsprechende E-Mail-Adresse eingetragen werden. Die Anschriften der Staatsanwaltschaften finden Sie auf den Serviceseiten des Bundesministeriums - siehe https://www.bmjv.de - im Internet!

Beeinträchtigungsarten:
- Umweltgefährdende Abfallbeseitigung
- Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete
- Bodenverunreinigung
- Luftverunreinigung, Geruchsbelastung (z.B. stark, sehr stark, unerträglich stark)
- Lärm, Erschütterungen und Strahlen
- Gewässerverunreinigung
- Freisetzen von Giften
- Verdacht auf Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz / Tierschutzgesetz (z. B. wenn Jungvögel getötet wurden)
usw.

Verursacher: Namen oder ggf. "unbekannt" eintragen, wenn der Verursacher nicht bekannt ist!

Problembeschreibung: Beschreiben Sie das Problem bzw. den Verstoß und benennen Sie ggf. beigefügte Fotos! Auch Geruchsbelastungen kann man u.U. näher bezeichnen: Gülle, Jauche, Mist, Tierstall, Kadaver, faulige Eier, Teer, Bitumen, Rauchgase, Erdgas usw.
Beispieltext:
"Ich habe festgestellt/beobachtet, dass … [, Zeuge war …].
Die Angelegenheit ist problematisch und widerspricht geltenden Vorschriften bzw. gesetzlichen Regelungen [siehe …].
Als Anlage sind Fotos zur Beweissicherung beigefügt (Foto/Datei ...).
Das Fehlverhalten hat negative Auswirkungen auf die Umwelt (…, [Vermüllung der Landschaft/Umweltverschmutzung/Verlust der Biodiversität …]). Bitte sorgen Sie für die Beseitigung und den Ausgleich der Beeinträchtigungen!
Unterrichten Sie mich freundlicherweise kurz über den Fortgang des Verfahrens und teilen Sie mir bitte auch das Aktenzeichen mit."

Textbeispiel Umweltbeeinträchtigung - Beseitigung einer Ufervegetation Das Blatt zeigt beispielhaft eine Anwendungsmöglichkeit für das Formular "Anzeige einer Umweltbeeinträchtigung", es kann nicht weiter ausgefüllt bzw. genutzt werden.
   
Biologische Wassergüte - UWS Arbeitsblatt W2 Die erste Einstufung der Wasserqualität (Pkt. 1) dient der Feststellung offensichtlicher Gesundheitsrisiken. Eine Bestimmung der Wassergüte durch Bioindikation (Pkt. 2) soll nur bei geringen oder mäßigen Belastungen erfolgen. Für die Wasserklassifizierung ist die Berechnungstabelle mit Werten zu füllen und dann die Kennziffer des Wassers entsprechend zu berechnen.
   
Umweltmeldung / Phänologische Beobachtung Das Formular zur Erfassung phänologischer Beobachtungen ist entsprechend der "Anleitung zur phänologischen Beobachtung" (DWD) mit Daten zu füllen.
Umweltmeldung / Wasser- und Schallanalysen Zur Erfassung von Wasser- und Schallparametern sind verschieden Messgeräte und Hilfsmittel erforderlich. Unsere Grundausstattung (siehe Link) kann als Anhaltspunkt für Ihre Ausrüstung dienen.
Umweltmeldung / Erfassung von Pflanzenarten Dieses Formblatt ist analog des Beispiels (siehe Link) auszufüllen. Insbesondere sollen Vorkommen von bedrohten und FFH-Arten erfasst werden, um genauere Angaben über Verbreitungen/Lagedaten, Bestandsgrößen, besiedelte Biotope, Status und Gefährdungen zu erhalten. Meldungen sind eine wesentliche Grundlage für lokale Artenschutzmaßnahmen sowie für Fortschreibungen von Roten Listen und dem Biomonitoring.

Zum leichteren Auffinden des Vorkommens und zur besseren Nachvollziehbarkeit sind alle Ortsangaben auszufüllen. Kartierungen werden auf Basis von Messtischblättern durchgeführt. Als MTB ist die Nummer der TK25 anzugeben und die Nummer des Quadranten/Viertelquadranten ist entsprechend der fortlaufenden Quadranten-Teilung anzuhängen.

Der Rechtswert / Hochwert in Gauss-Krüger-Koordinaten (GKK) ist jeweils 7-stellig anzugeben.
Die Angabe einer Genauigkeit definiert die räumliche Unschärfe, wenn der Punkt nicht exakt lokalisierbar ist. Ansonsten steht hier der Radius, der eine Untersuchungsfläche markiert. Der Radius sollte 100 Meter nicht überschreiten, sonst ist ein weiterer Erfassungsbogen mit neuen Lagedaten zu nutzen. Ebenso können an dieser Stelle die Länge und Breite eines Untersuchungsgebiets eingetragen werden. Die GKK beziehen sich auf den Mittelpunkt des Untersuchungsgebiets. Gauss-Krüger-Koordinaten können durch einen Planzeiger oder mittels eines Navigationsgerätes bestimmt werden.

Schutzstatus und Schutzgebietsname sind anzugeben, wenn das Vorkommen in einem geschützten Gebiet liegt.

In die Spalten "Anzahl", "Fläche" und "Status" sind ausschließlich die im Formblatt genannten Symbole einzutragen! Wenn Zählungen oder Schätzungen der Individuenzahl nicht möglich sind, weil die Pflanzen z.B. rasig wachsen, dann gibt man, statt dem Anzahlsymbol, ein Symbol für die Größe der bedeckten Fläche ein. Es genügt die Angabe eines der beiden Werte, entweder ist die Anzahl oder die Fläche einzutragen.
Umweltmeldung / Erfassung von Tierarten Das Formblatt zur Erfassung von Tierarten ist ähnlich wie das für Pflanzenarten zu benutzen. Jedoch ist für das Erfassungsdatum nur ein Tag einzutragen. Auch die Registrierungstabelle ist anderes aufgebaut und die zugehörige Symbolcodierung muss über Verweise aufgerufen werden. Unser Beispiel (siehe Link) verdeutlicht die Anwendung dieses Formblatts bei der Erfassung von Tierarten.
Umweltmeldung / Zusammenstellung von Abbildungen Die Zusammenstellung von Abbildungen ist mit diesem Formblatt leicht umsetzbar. Laden Sie per Mausklick einzelne Aufnahmen in die jeweiligen Aufnahmefelder. Wählen Sie nur einzelne, wichtige Fotos zum Einfügen in das Formblatt aus.

Vor dem Einfügen sollte die Größe der Fotos mit einem Grafikprogramm an die Größe der Aufnahmefelder (6 x 4 cm) angepasst werden. Um das Aufnahmefeld vollständig auszufüllen, muss das Seitenverhältnis der Fotos stimmen. Größere Fotos werden beim Einfügen automatisch in das Feld eingepasst. Damit aber die Dateigröße des Formblatts nicht zu stark ansteigt, sind größere Bilddateien vor dem Einfügen zu reduzieren. Leider sinkt die Qualität der Fotos, je kleiner die Bilddatei wird. Nachfolgende Beispieldaten, für die einzufügenden Fotos, stellen einen guten Kompromiss zwischen Dateigröße und Bildqualität dar.

Beispiel-Fotodaten
Formatierung: JPEG
Farbmodus: RGB-Farbe / 24 Bit
Abmessungen: 1152 x 768 px
(Bildbreite 1152 Pixel; Bildhöhe 768 Pixel)
Horizontale Auflösung: 180 dpi
Vertikale Auflösung: 180 dpi
Qualität: Hoch/80 %
Glättung/Unschärfe: 0%

In die Textfelder sind entsprechende Erläuterungen einzutragen. Bildtitel, Datum, Aufnahmekoordinaten bzw. RW / HW in GKK (Rechtswert / Hochwert in Gauss-Krüger-Koordinaten) sowie Bemerkungen sollten notiert werden.

Das Blatt ist als Anhang zu obengenannten Umweltmeldungen gedacht. Durch Nutzung bekommen die Fotos eine Nummer (Tabellenkoordinaten) und in den Meldungen kann damit direkt auf ein Foto hingewiesen werden. Unser Anwendungsbeispiel (siehe Link) zeigt eine ausgefüllte Variante, ohne Hinweis auf die Zuordnung zu einer Umweltmeldung.
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Hinweise: Speichern Sie die elektronischen Formulare auf Ihrer Festplatte, bevor Sie Daten eintragen! Möchten Sie eine ausgefüllte Seite mit den eingetragenen Daten nicht auf Papier ausdrucken, sondern als fertig ausgefüllte Datei weitergeben, so wählen Sie in Ihrer PDF-Software die Menüpunkte "Datei" > "Kopie speichern" (Adobe Acrobat Reader), um Einschränkungen und erweiterte Reader-Funktionen zu entfernen. Über PDF-Drucker (Print to PDF) können Sie die Seite auch in eine Datei speichern. Damit werden die Eingabemöglichkeiten in die Formularfelder bzw. die Formularfunktionalitäten beseitigt.

Natur- und Landschaftsfotos

Ablichtung der Natur

Fotografieren bietet schnelle und einfache Möglichkeiten für Naturkontakte. In der direkten Umgebung stehen oft interessante Naturmotive für die Ablichtung zur Verfügung. Fotos gewähren entscheidende Einblicke in unsere Natur.

Nicht nur beim Aufnehmen, sondern auch bei der Einordnung/Auswahl, Bearbeitung und Beschriftung der Bilddokumente werden diverse Kenntnisse trainiert. Spezielles Umweltwissen wird dabei in erster Linie erlangt, wenn die Namen für erfasste Arten ermittelt werden. Gehen Sie doch mal vor Ort auf Fotosafari.

Natur- und Landschaftsfotos zeigen u. U. wichtige/aktuelle Einzelheiten. Vor allem als Ergänzung zu Umweltmeldungen bzw. zur Beweissicherung sind sie fast unentbehrlich. Die Ablage der Bilder sollte ortsbezogen und in zeitlicher Reihenfolge erfolgen. Gleichfalls haben sich inhaltliche Erklärungen in den Metadaten bewährt. So können die Fotos für vielfältigste Verwendungen/Präsentationen vorgehalten werden.

Fotogalerie (36 Bilder) mit Beispielen aus unserer Umgebung - Start per Mausklick!

Künstlerische Darstellungen

Veranschaulichung natürlicher Gegebenheiten

Auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur schärft die Sinne zur Wahrnehmung von Details. Der spezielle Eindruck, der mit informativen Bildern vermittelt werden kann, setzt insbesondere eine gründliche Beschäftigung mit dem Thema voraus. Bei der Erarbeitung realer Darstellungen wird Wissen im Gedächtnis nachhaltig verankert und später genügt bereits ein Blick, um vergessene Einzelheiten sofort aufzurufen. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten zur kreativen Abbildung natürlicher Gegebenheiten! Die nachfolgenden Illustrationen hat B. Stanke für Kalenderblätter in der AG Umweltstand erarbeitet. Neben den Bildungszwecken gibt es für Naturdarstellungen die vielfältigsten Verwendungsmöglichkeiten, besonders als Werbeträger können sie ein wichtiges Hilfsmittel sein.

Naturflächen sind unsere Basis

Naturflächen sind die Lebensgrundlage

Natürliche Flächen bieten wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sie ermöglichen erst die Naturkontakte, die zur Gesunderhaltung und Erlangung von Naturerfahrungen/Umweltkompetenzen zwingend erforderlich sind. Wer mit der Natur vertraut ist, erkennt den Wert/Nutzen, spürt Veränderungen deutlich und tritt für die Bewahrung der Naturflächen ein. Nur durch natürliche Lebensräume lassen sich für uns lebenswerte Umweltbedingungen sicherstellen bzw. nachhaltige Entwicklungen verwirklichen. Unterstützen Sie deshalb den Erhalt (Stopp des Flächenverbrauchs) und die Errichtung von Naturflächen allerorts und bei jeder Gelegenheit.

Sehen, Hören, Ertasten, Schmecken und Riechen - Natur kann man analog begreifen! Die Natur hat eine Gestalt und eine erfahrbare Identität für alle Sinne. Im Gegensatz dazu lässt sich die digitale Welt auf eine Kette von Einsen und Nullen reduzieren. Digitalisierung allein kann auch keine gesellschaftlichen Probleme lösen, dafür ist gesunder Menschenverstand notwendig.

Um der Verkümmerung einzelner Sinne zu entgehen, ist die Pflege von direkten Naturkontakten für Menschen unerlässlich. Die Digitalisierung von Erfassungs- und Analyseprozessen ist jedoch ein wichtiges Hilfsmittel für die Umweltbildung/BNE in der Natur. Ebenso haben digitale Dokumentationen zahlreiche Bearbeitungs- und Präsentationsvorteile gegenüber Schriftstücken. Digitale Naturkopien sind allerdings kein Ersatz für die Realität.

Auf natürlichen Flächen bzw. in der Natur gibt es komplexe Beziehungen zwischen den einzelnen Arten und ihren Lebensräumen. Für eine praktische Umweltbildung/BNE müssen die Zusammenhänge vor Ort verdeutlicht werden. Aber nur bei ausreichend großen natürlichen Flächen sind intakte Ökosysteme und effektive Bildungsmöglichkeiten zu erwarten. Bereits in der Vergangenheit wurden die Naturflächen rigoros verkleinert und trotz vielfältiger Bekenntnisse, wie z. B. den Flächenverbrauch zu stoppen, schrumpfen die Naturflächen auch gegenwärtig immer weiter. Dadurch gerät das Leben auf der Erde stark unter Druck.

Hilfreich für Umweltbildung bzw. Nachhaltigkeit sind Naturerfahrungsräume, forcieren Sie deren Errichtung. Denn Naturerfahrungen erfordern kontinuierliche Naturkontakte. Derzeit gibt es aber eine zunehmende Entfremdung von der Natur. Das hat einen extrem negativen Einfluss auf den Umgang mit natürlichen Ressourcen bzw. Ökosystemen. Ergebnisse sind Raubbau, Biodiversitätsverluste, verheerende Klimaveränderungen, Pandemien und weitere ökonomische, ökologische und soziale Probleme. Als Teil von Natur und Gesellschaft sind Menschen jedoch auf intakte Ökosysteme und einwandfreie gesellschaftliche Verhältnisse angewiesen. Nur auf Grundlage einer biodiversen Umwelt kann die Natur überlebensnotwendige Leistungen erbringen. Nahrungsmittel- und Rohstoffversorgung, genetische Ressourcen, Schadstoffabbau (Boden, Wasser), Luft- und Klimafunktionen, Hochwasserschutz oder Bildungs-, Freizeit-, Erholungs- und Gesundheitsfunktionen können das erforderliche Niveau allein auf Basis der Wechselwirkungen einer umfassenden biologischen Vielfalt erreichen.

Deshalb müssen sich die Menschen wieder stärker auf die Natur einlassen, ihr mehr Raum geben und schädlichen Umweltveränderungen aktiv entgegenwirken. So entsteht das Rüstzeug für heutige und zukünftige Herausforderungen bzw. zur Verwirklichung der Nachhaltigkeit.

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